Turbo für den Einzelhandel – rush4 Artikel

wee-rush4-artikel

Das Zauberwort Digitalisierung ist in Bayern ganz oben auf der politischen Agenda. So steht ein eigenes Digitalisierungsministerium unter CSU-Führung in den Startlöchern der neuen Koalition. Der Druck für den Einzelhandel bei der Digitalisierung ist immens – erleidet dieser doch kontinuierlich Umsatzeinbußen durch E-Commerce.

Auch für München gelten weitestgehend die Ergebnisse einer Studie, die zum Thema „Einzelhandel und Digitalisierung 2017“ von der Universität Regensburg erarbeitet wurde. „Deutschlandweit verkaufen heute 54 % der Händler ihre Produkte ausschließlich stationär“, so Dr. Georg Wittmann von ibi research der Uni. „37% dieser Händler wollen in fünf Jahren auch im Online-Vertrieb aktiv sein. Wie die verbleibenden 63% reagieren werden, bleibt abzuwarten.“ Im Gegenzug, so eine Erkenntnis dieser Studie, möchten 14% der heute ausschließlich online aktiven Händler in fünf Jahren auch offline verkaufen, was den Handlungsdruck auf die stationären Akteure zusätzlich erhöht.

Unabhängig von der institutionellen Förderung bei der Digitalisierung gibt es in der Landeshauptstadt eine privatwirtschaftliche Initiative, die auf dem besten Weg ist, das Manko des stationären Einzelhandels mit lukrativen Anreizen zu kompensieren. München hat in Deutschland als Einzelhandelsstandort die Pole-Position, die es zu halten gilt, resultierend aus der immensen Kaufkraft mit mehr als 31.000 Euro je Einwohner für die gesamte Metropolregion. In Sachen Umsatz ist der Tourismus der bedeutendste Wirtschaftsfaktor für den Einzelhandel. Immer noch sind die Kaufingerstraße und die Neuhauser Straße die am stärksten frequentierten Einkaufsstraßen Deutschlands. Aber aus vielen Stadtteilen ziehen sich über Jahrzehnte etablierte Händler zurück. Der Aufwand rechnet sich betriebswirtschaftlich nicht mehr! Im besten Fall ersetzen dann austauschbare Filialen von Ketten die ehemals etablierten Platzhirsche. Ohne den Bäcker, Metzger oder Friseur um die Ecke entsteht im schlechtesten Fall ein Vakuum, die Lebensqualität der Menschen verschlechtert sich…

Die Schweizer weeMarketplace AG, Cashback- und Mobile Payment-Spezialisten, deren operative Tochter in Schwabing direkt neben Microsoft ansässig ist, hat im Rahmen ihrer Metropolenstrategie München als Pilotregion bewusst ausgewählt. Mit der nachhaltigen Markterschließung des Großraums München für das Cashback-System „wee“ agiert das Unternehmen strategisch, denn bisher erfolgreiche Aktivitäten bei der Marktdurchdringung im Oberland mit dem Vorzeigeobjekt weeArena Bad Tölz, in Starnberg und im Allgäu vernetzen sich so organisch.

Und was macht „wee“ für den Handel und dessen Kunden so attraktiv? Im Gegensatz zu vielen andern Loyalitätsprogrammen geht es hier um reales Cashback, also keine Punkte, mit denen man als Gegenwert irgendwelche Produkte bestellen kann, die man meist nicht braucht. Einkaufen mit und bei „wee“ bedeutet: Online-Shopping unter wee.com in mehr als 1.300 namhaften Online-Shops oder im heimischen Einzelhandel, der europaweit bereits mit 30.000 Akzeptanzstellen vertreten ist. Der Clou dabei – und genau das ist der Nutzen für den Einzelhandel: Mit beim E-Commerce erzielten „wee“ (ein „wee“ = ein Euro) kann nur im stationären Handel eingekauft werden, oder es erfolgt alternativ die Auszahlung aufs eigene Konto. „wee“ sorgt mit dieser Vorgehensweise dafür, dass perspektivisch ab dem zweiten Quartal 2019 400.000 mit weeCard und weeApp ausgestattete Münchnerinnen und Münchner bewusst Geschäfte suchen werden, die sich „wee“ angeschlossen haben. Und dabei bargeldlos bezahlen können – „wee“ ausgeben und gleichzeitig „wee“ als Rabatt sammeln! Denn wo sonst werden die gesammelten Guthaben ausgegeben? Die Navigation zum Wunsch-Einzelhändler erfolgt über die weeApp, in der alle integrierten Händler digital sichtbar gemacht sind.

Bis heute, in der aktuellen Markteintrittsphase, haben sich in München 1.406 Einzelhändler für „wee“ entschieden. Die Strategie dahinter: 4.000 Akzeptanzstellen sollen bis Ende Dezember angebunden werden, die Schulung und Ausstattung dieser Einzelhändler erfolgt dann bis April 2019. Ab diesem Zeitpunkt wird auch die Aktivierung der Konsumenten erfolgen.

Ein überzeugter Pionier als Anwender in München ist der Gastronom Stefan Schmalschläger vom Schwabinger Szenerestaurant Savoy. Er ist von „wee“ überzeugt: „Ich finde es klasse, wenn mir mehr oder weniger kostenlos zusätzliche Gäste zugeführt werden. Und das in einer Systematik, bei der wir Einzelhändler im Stadtteil uns gegenseitig unterstützen können.“

Bereits im Frühsommer war „wee“, neben der FIFA-WM und dem startenden Landtagswahlkampf, ein faszinierendes Gesprächsthema in München. Denn im Olympiapark baute das Unternehmen aus 2.500 Tonnen Spezialsand den weltweit wertvollsten Sandberg. Dieser war mit Goldbarren und für den Einkauf im Einzelhandel aufgeladenen weeCards im Wert von 100.000 Euro bestückt. 14.000 Gäste besuchten im Juni „weeIsland“, die mega-angesagte Event-Location mit jeder Menge Attraktionen. Exakt 1.179 Goldsucher haben hier, ausgerüstet mit Metall-Detektoren und Schutzanzügen, nach den vergrabenen Schätzen geschürft. Einnahmen einer hieraus eingenommenen Schutzgebühr – einmal Gold buddeln kostete 10 Euro pro Person – wurden dann an das kbo Kinderzentrum München gespendet.

Josef Schmid, im Sommer noch 2. Bürgermeister und oberster Wirtschaftsförderer, begrüßte „wee“ als Turbo für den heimischen Einzelhandel: „Ich freue mich über alles, was unsere heimische Wirtschaft und insbesondere dem Einzelhandel guttut. Und dieses Projekt hat uns bis jetzt nicht nur Spaß bereitet – sondern ein gutes Stück nach vorn gebracht.“ Und das wird sicher weiter der Fall sein!

Wer sich als Einzelhändler informieren oder anschließen lassen möchte? Kontakt unter Tel. 089 – 821 090 10 oder per Mail: shops@wee.com